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6 Tage

Weltwirtschaft – Am seidenen Faden

Es klemmt. Es brennt. Es sieht nicht gut aus. Rund um den Globus. Indien siecht. Die USA kriechen. Europa sinkt. Und China muss seine biblische Immobilienblase bändigen. Das bedeutet für die zweitgrößte Volkswirtschaft auf dem Planeten: Vorläufiger Verzicht auf Konjunkturanschub. Früher machte man eine Reise um die Welt in 80 Tagen. Heute zeigen sich in viel kürzerer Zeit auf diesem Rundweg 80 Plagen.

8 Tage

Die Troika inszeniert einen langsamen, qualvollen Tod

Der Wirtschaftsjournalist Stelios Chrysostomidis über Möglichkeiten, Griechenland zu retten

15 Tage

Gute Bank, böse Bank

Warum kapitulieren die Staaten vor der Macht der Banken? Es gibt Beispiele genug in der Geschichte für eine Politik, bei der die Banken produktive Aufgaben hatten.

18 Tage

Wirbel um Wulff genutzt, um 480 Milliarden für Bankenrettung zu beschließen

Still und heimlich wurde nun aufs Neue ein Fond mit einer halben Billion Euro für die Banken aufgelegt! Die Medien berichteten über diesen Vorgang nur auf kleinster Flamme, so dass er selbst vielen Journalisten entging. Es handelte sich um eine Neuauflage der Bankenrettung, wie sie bereits im Herbst 2008 stattfand, verpackt diesmal unter dem Kürzel "SoFFin II". Auch die EZB verteilt an die Banken Geld in Billionenhöhe.

18 Tage

"Geld entsteht aus dem Nichts"

Muscheln, Münzen oder Papier: Alles kann Geld sein. Aber wie funktioniert das? Der Ökonom Joseph Huber erklärt, warum Banken ungehemmt Geld schaffen können.

20 Tage

Die neue Reichtumsmaschine

Public Private Partnership (PPP): Auch die neue Variante der Privatisierung ist gescheitert

22 Tage

Geldpolitik: Bundesbank in der Klemme

Seit Dezember hat die Geldpolitik der EZB eine neue Dimension erreicht. Die Bundesbank hat über das Target-System fast eine halbe Billion Euro in die Euro-Peripherie verliehen. Nun stößt sie selbst an eine gefährliche Grenze.

22 Tage

Berlin zögert, die Schuldenritter schnauben, das Euroland sinkt

Den geräucherten Stör und das Trüffel-Risotto haben sie genossen, die Teilnehmer beim Weltwirtschafts-Gipfel in Davos, die Aussichten in eine mehr als ungewisse Zukunft dagegen nicht. Im Epizentrum der Angst steht Europa, im Epizentrum des Schulden-Babels auch, schon lange.

25 Tage

Wir reden auch ohne Griechisch mit, Herr Bachmann

Die globale Finanzmarktkrise fehlt auf dem VWL-Stundenplan, kritisieren Studenten des Arbeitskreises real world economics. Sie wollen an der Uni lernen, eines Tages wirtschaftliche Katastrophen zu bekämpfen - und darum soll ihnen kein Professor verbieten, mitzureden. Eine Replik.

28 Tage

"Das kapitalistische System passt nicht mehr in die Welt"

Die Gesellschaft hat die Exzesse im Finanzsystem zugelassen, ohne rechtzeitig die notwendigen Regeln zu etablieren. Dadurch stellt sich das kapitalistische System selbst in Frage, meint Davos-Chef Klaus Schwab.

28 Tage

Deutsche-Bank-Volkswirt warnt vor Kollaps des Geldsystems

Trotz Rettungsschirm und Fiskalpakt - die Euro-Zone hat die psychologische Vertrauenskrise nicht bewältigt, warnt Thomas Mayer bei der Konferenz „Ökonomie neu denken“. Das gesamte Geldsystem könne ins Wanken geraten.

30 Tage

„Die Ökonomie ignoriert den Faktor Macht"

Die Finanzkrise hat die Wirtschaftswissenschaften erschüttert - weil sie völlig unvorbereitet war. Ihre Modelle seien für die Praxis nutzlos, urteilt Star-Ökonom Kenneth Rogoff. Im Interview fordert er einen Neuanfang.

35 Tage

Selbstentmachtung der Ratingagenturen

Nach dem Rundumschlag und der Abstufung des EFSF am Montag kam es nicht zum Börsencrash, stattdessen sinken die Zinsen für Problemländer

45 Tage

Alles wird gut!

Zehn Jahre (T)Euro, zwei Jahre Krisenintervention: Der ehemalige Vizekanzler Fischer feiert die Finanzmärkte, und Deutschland sieht sich verschämt mit der neuen Machtfrage in Europa konfrontiert

55 Tage

Ein mieses Jahr für Weltverbesserer geht dem Ende zu

Atomausstieg und Tunesien - war's das dann auch schon?

62 Tage

Deutschlands heuchlerische Monetaristen

Sie stemmen sich gegen Zinssenkungen und lehnen Ankäufe von Staatsanleihen ab: Deutschlands Währungshüter gerieren sich als aufrechte Monetaristen - sind es aber nicht. Milton Friedman würde sich im Grab umdrehen, wüsste er, wie die deutschen Banker seine Theorien heute auslegen.

62 Tage

Der Krieg der Turbofeudalen

Heute in einem Jahr, am 21. Dezember 2012, ist Weltuntergang. So steht es auf Millionen Seiten in den esoterischen Fluchtfalten des Internets, und Erich von Däniken ruft die Wiederkehr der Götter aus.

65 Tage

„Staaten sind die gefährlicheren Schuldner“

Der hälftige Schuldenschnitt für Griechenland hat die Anleger verunsichert, sagt Stefan Homburg. Im Interview erklärt der Finanzprofessor, warum Staaten mehr noch als Private unsichere Schuldner sind.

65 Tage

Geld aus dem Nichts

Während die weltweite Banken- und Finanzkrise - die derzeit zur "Eurokrise" uminterpretiert wird - in ihr fünftes Jahr geht, verschwinden Stück für Stück demokratische Spielregeln. Wesentliche Ursachen der Instabilität, wie etwa die private Geldschöpfung, bleiben weiter tabu

65 Tage

„Staaten sind die gefährlicheren Schuldner“

Der hälftige Schuldenschnitt für Griechenland hat die Anleger verunsichert, sagt Stefan Homburg. Im Interview erklärt der Finanzprofessor, warum Staaten mehr noch als Private unsichere Schuldner sind.

66 Tage

„Die Staaten verpfänden die Luft und Banken atmen tief durch“

Im Handelsblatt-Interview spricht der Philosoph Peter Sloterdijk über den Schuldenschlamassel, die linke Bankenkritik und die Suche nach einer neuen Ethik in Zeiten der globalen Vertrauenskrise.

66 Tage

Angriff auf die Marktwirtschaft

Auf der Straße begann es, die Medien setzen es fort: die Dämonisierung der Marktwirtschaft. Dabei ist sie nicht Täter, sondern Opfer einer unheiligen Allianz von Bankern und Schuldenpolitikern. Eine Verteidigungsrede

67 Tage

„Alles Geld auf der Welt sind nur Schulden“

Geht es nach Franz Hörmann, gehört die Geldschöpfung in die Hand einer demokratischen Nationalbank, die über demokratische gesetzliche Beschlüsse schuldfreies Geld nur für bestimmte Zwecke erzeugt.

70 Tage

Lafontaine sieht Ende des Euro kommen

Der Euro – wird nichts mehr. Das zumindest glaubt der saarländische Links-Fraktionschef Oskar Lafontaine. Der 68jährige, dem längst wieder Ambitionen auf eine Rolle in der Bundespolitik seiner Partei nachgesagt werden, wirft den Banken in einem Interview vor, die Staaten in der Wahrnehmung der Euro-Krise als Schuldige dastehen zu lassen. Und die Politik würde diese Position nachplappern.

71 Tage

"Das System ist am Ende"

Der Kabarettist Roland Düringer hat mit dem Aufschrei eines Systemtrottels für Aufsehen gesorgt: Seine Rede als Wutbürger wird heftig diskutiert

76 Tage

Und wenn doch alles zusammenbricht?

Der Generalplan von „Merkozy“ zur Euro-Rettung ist einen Versuch wert, aber die Umsetzungschancen sind klein. In den Chefetagen wird durchgespielt, was ein Black Friday, ein Crash des Finanzsystems, bedeuten würde.

77 Tage

Max Otte: „Wir befinden uns im Wirtschaftskrieg USA gegen Europa“

Die aktuelle Androhung der Massen-Herabstufung europäischer Staaten durch Standard & Poor’s ist für den Wirtschaftsexperten Max Otte ein weiterer Beleg eines Wirtschaftskrieges, der zwischen Europa und den USA ausgebrochen ist. Otte hält im Interview mit den Deutschen Mittelstands Nachrichten einen amerikanischen Bankencrash für wahrscheinlicher als einen in Europa.

79 Tage

Wir leben nicht über unsere Verhältnisse!

In der Euro-Krise wird wieder einmal der ausufernde Sozialstaat für die hohen Staatsschulden Deutschlands verantwortlich gemacht. Doch drei Viertel der Schulden haben andere Ursachen - zum Beispiel die deutsche Einheit.

80 Tage

Fondsmanager: „Wir sind sehr nahe an einem Bank Run“

Es wird immer deutlicher: Die Intervention der Notenbanken in der vergangenen Woche war eine Panik-Aktion. Der Euro-Dollar Basis Swap schnellte auf 1,6% hoch – eine Zahl, bei der jeder Banker das Herzflattern bekommt. Der Grund: Die Kapitalflucht aus den europäischen Banken hat sich dramatisch beschleunigt.

80 Tage

Der Krieg der Banken gegen das Volk

Es gibt einen Weg, wie der Euro gerettet werden kann: Man muss nur der Europäischen Zentralbank erlauben, das zu tun, wofür Notenbanken gegründet worden sind: Geld drucken.

81 Tage

Demokratie oder Rating-Regierung?

Der ehemalige Verfassungsrichter Siegfried Broß über Folgen der Privatisierung - Teil 2 - In Teil 2 des Interviews spricht Siegfried Broß darüber, wie sich die Privatisierung zu einer Gefahr für die Demokratie entwickeln konnte und über ein von ihm entwickeltes Fondsmodell, das die Netze der Öffentlichen Hand belässt.

81 Tage

Falsche Diagnose der Finanzkrise?

Der Chefvolkswirt der UNCTAD, Heiner Flassbeck, ist erstaunt, dass die Aktienmärkte auf das Fluten der Geldmärkte euphorisch reagieren

88 Tage

Die Lüge von der Systemrelevanz

Tietmeyers Anmerkung liegt gut fünfzehn Jahre zurück. Und erst jetzt kommt endlich auch im eher konservativen Lager die Debatte über die alltäglich gewordene Beschädigung der demokratischen Willensbildung und damit auch der Qualität der politischen Entscheidungen in Fahrt – so mit der Serie von einschlägigen Beiträgen in dieser Zeitung.

90 Tage

Bundesanleihen: Ein hoffentlich rechtzeitiger Schuss vor den Bug

Die schlechteste deutsche Anleiheemission seit der Einführung des Euro ist ein deutliches Signal nach Berlin, dass die Schuldenkrise nicht das Problem der anderen ist - sondern das der Deutschen.

95 Tage

Aufgabe in Berlin, oder Putsch in der EZB – Die nächste Phase im Schuldendrama wird hässlich

Die Schlachtordnung zum Ende dieser Woche ist völlig klar und ökonomisch leicht zu verstehen: Die Renditen der Staatsan-leihen von Ländern wie Italien, Spanien – und sogar Frankreich – haben jetzt ein Niveau erreicht, bei dem die Zinslast schneller wächst als das Bruttoinlandsprodukt.

95 Tage

Occupy-Protest in New York eskaliert

Bei den Protesten der Occupy-Bewegung in New York ist es zwischen Demonstranten und der Polizei zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. US-Medien berichten, etwa 250 Menschen seien festgenommen worden. Nach Angaben der Polizei wurden zehn Demonstranten und sieben Polizisten verletzt.

97 Tage

Euro-Schuldenkrise: Frontalangriff auf die EZB

Es kann nur eine geben - nämlich die Europäische Zentralbank. Die Phalanx derer, die die EZB auffordern, die Notenpresse anzuwerfen, wird jedoch immer breiter. Die Frage ist, wie lange die Notenbank noch standhaft bleiben kann.

104 Tage

Zukunft schenken - Gesellschaft neu erfinden

Die Beteiligung an bestehenden oder zu gründenden Genossenschaften, die die Versorgung mit Lebensmitteln, Energie und Wohnraum neu definieren, ist ein sinnvoller Schritt zu einem neuen Gesellschaftsmodel.

107 Tage

Das Comeback des Karl Marx

Berlin – Der Historiker Christopher Bayly möchte für die gegenwärtige Finanzkrise nicht nur die Banker verantwortlich machen.

110 Tage

"Occupy"-Bewegung ist Zeichen für einen Weltkrieg

Politik und Unternehmen sind auch in Demokratien miteinander verfilzt und kämpfen paramilitärisch gegen die eigene Bevölkerung. Die Bürger müssen sich dagegen wehren.

110 Tage

"Wenn die Welt zusam­men­bricht, ist alles anders"

Raiffeisen-Mann Walter Rothensteiner plädiert für mehr Gelassenheit bezüglich Griechenland.

111 Tage

Armut auf Rekordniveau: Paritätischer fordert Masterplan zur Armutsbekämpfung

Als neuerliches Dokument tiefgreifender Verwerfungen in der bundesrepublikanischen Gesellschaft wertet der Paritätische Wohlfahrtsverband die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen, nach denen jeder sechste Deutsche in Armut lebt.

111 Tage

Merkel bricht Tabu des griechischen Euro-Austritts

ie Kanzlerin schlägt neue Töne an. Sie macht erstmals offen klar, Hellas nicht um den Preis der Euro-Stabilität in der Währungsunion halten zu wollen. Den Griechen wird der Geldhahn zugedreht. Die Regierung in Athen verfällt in schweren Streit.

111 Tage

Der neue Kalte Krieg

Vor dem Gipfel der G-20 in Cannes zeichnet sich eine neue Weltordnung ab: Zwischen Schuldnern und Gläubigern. Letzteren sollte bewusst sein, dass sie «nicht an den Mars» verkaufen. Eine Analyse.

111 Tage

Referendum: in Griechenland "Ich glaube nicht, dass es noch lange ruhig bleibt"

Selbst auf dem Land sind die Griechen tief frustriert. Im Dorf Koroni überzeugt die Idee einer Volksabstimmung kaum jemanden - einige haben noch nicht mal was davon gehört.

112 Tage

Brüsseler Ängste Das Kartenhaus droht einzustürzen

Eine unkontrollierte Pleite in Athen hätte fatale Folgen für den gesamten Euroraum. Die Euro-Retter wurden von Papandreous Ankündigung kalt erwischt.

127 Tage

„Die Bewegung“ nach dem 15. Oktober Ein Pamphlet

Nun waren wir also auf den Straßen und Plätzen. Weltweit, Millionen von uns und haben das gezeigt, was wir schon länger wissen: Überall auf der Welt sind die Menschen nicht mehr einverstanden mit dem bestehenden System, sprich mit den vorherrschenden Machtverhältnissen, aber auch mit der Art und Weise wie Entscheidungen getroffen werden und nach welchen Prioritäten dies von Statten geht.

130 Tage

Maybritt Illner und die Finanzkrise: Wenn Kapitalisten mit der Revolution sympathisieren

Rar sind sie geworden, die Talkshows, die dem Zuschauer noch einen Nutzwert bescheren. Maybritt Illner gelang diese TV-Bescherung - und das mit einem alles andere als quotenträchtigen Thema: "Griechen pleite, Banken in Not – wer rettet den Steuerzahler?" Am Ende deuteten sich tatsächlich Auswege aus der Finanzkrise an.

131 Tage

Der 15. Oktober steht vor der Tür Ein Blick hinter die Kulissen

Ludo Vici ist ein Münchner Autor, Musiker, Schauspieler und Theatermacher. In seinem „Salon zur kleinen Weltherrschaft“ spricht er mit klimaherbst.de über den weltweiten Aktionstag „15.O – the day of global Revolution“, für den bereits in über 700 Städten Demonstrationen angemeldet wurden. So auch in München. Im Gespräch erzählt der Festival-Organisator von den Hintergründen der Aktion.

133 Tage

Das Trilemma der Eurozone

Am Nein des slowakischen Parlaments zum neu gestalteten Euro-Rettungsschirm zeigt sich, woran die Währungsunion im Kern leidet. Und weshalb ein Ende der Krise nicht so rasch zu erwarten ist.

134 Tage

Empfehlungen für die Regierungen der G20, um das tragische Ende der Welt von Gestern zu vermeiden:

Die drei strategischen Prioritäten des G20 in den Jahren 2012 bis 2014

138 Tage

Handlungszwang und Herdentrieb

Was haben der Berliner Wahlerfolg und der anschließende demoskopische Höhenflug der Piratenpartei mit den Protesten gegen das (Finanz-)Establishment in Griechenland und in den USA zu tun? Zumindest das: Die jugendliche Facebook- und Twitter-Generation ist es leid, politisch von oben manipuliert zu werden und den Milliarden-Spielen der Banker zusehen zu müssen, während ihre eigenen Ideale auf der Strecke zu bleiben drohen…

278 Tage

Der sündige Grieche rechnet sich

Kurios, aber wahr: Wohl keiner verdient durch die Krise so viel Geld wie die Bundesregierung. Es ist Zeit, mit diesem Gewinn von rund 10 Mrd. Euro endlich die Zweifler zu beruhigen.