Ticker
8 Tage
Kluft zwischen reichen und armen Städten wird krasser
Die Städte können etwas aufatmen. Nach langer Durststrecke können sie in diesem Jahr wieder mit einem Überschuss rechnen. Doch in vielen Orten wird die kurzfristige Verschuldung immer dramatischer.
8 Tage
EU knöpft sich Schattenbanken vor
Jenseits von Bankbilanzen, Geldmarktfonds und Hedge-Fonds führen Zweckgesellschaften ein weitgehend unreguliertes Eigenleben. Die EU sieht das als Gefahr für den gesamten Finanzsektor und will eingreifen.
13 Tage
S&P droht USA mit neuerlicher Herabstufung
Die Ratingagentur moniert einen konkreten Plan, wie das Defizit unter Kontrolle zu bringen wäre. S&P hatte die Vereinigten Staaten bereits am 5. August von „AAA“ herabgestuft.
13 Tage
Griechenland beugt sich dem Spardiktat
Tagelang rangen Athens Spitzenpolitiker um eine Einigung, jetzt ist der Durchbruch geschafft: Griechenland ist bereit, radikal zu sparen. Damit geht das Land weitgehend auf die strikten internationalen Forderungen ein.
16 Tage
Viele Anleger misstrauen der globalen Finanzwelt und investieren lieber in der Nachbarschaft – zum Beispiel in Wurstanleihen oder Ackeraktien.
19 Tage
Soziale Marktwirtschaft abgewirtschaftet, aber offenbar bei Deutschen alternativenlos
Nach dem aktuellen DeutschlandTrend gibt es vor allem einen politischen Gewinner: Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Deutschlands Schicksal zu werden droht
22 Tage
Ökosteuer-Studie: Umverteilung durch Ökobonus möglich
Die Erhebung von Ökosteuern auf den Verbrauch von Energie und anderen Ressourcen belastet ärmere Haushalte überproportional, sie ist regressiv. Das ist das Ergebnis einer Studie der European Environment Agency (EEA 2012), die die Verteilungswirkung von Ökosteuern in Europa untersucht.
23 Tage
Frankreich führt Finanztransaktionssteuer ein
In einem TV-Interview kündigt Sarkozy an, dass sein Land ab August eine Abgabe von 0,1 Prozent auf alle Finanztransaktionen erheben wird. Außerdem will Frankreich den Mehrwertsteuersatz erhöhen.
27 Tage
Konjunktur-Crash: EU-Kommissar Rehn fordert noch mehr Milliarden für Athen
Reicht es schon wieder nicht? EU-Finanzkommissar Rehn fürchtet, dass die 130-Milliarden-Euro-Hilfe Griechenland nicht retten wird. Zu tief ist die Wirtschaft abgestürzt, zu gigantisch ist der Schuldenberg. Laut einem Agenturbericht müssen die Euro-Staaten weitere zwölf Milliarden Euro nachschießen.
27 Tage
Italien-Streik: Gemüsepreise explodieren, Panik-Käufe in Rom
In mehreren italienischen Städten ist es zu Panik-Käufen gekommen. Die Versorgung mit Obst und Gemüse funktioniert beispielsweise in Rom so gut wie nicht mehr. Wo es noch etwas gibt, sind die Preise im Vergleich zum Samstag um 200% gestiegen.
28 Tage
Standard & Poor's bekommt Konkurrenz von unten
Die großen Ratingagenturen stehen seit Beginn der Finanzkrise massiv in der Kritik - nun haben zwei Männer aus der Schweiz eine Alternative zu Moody's, Fitch & Co entwickelt: Wikirating. Hier bewerten nicht große US-Firmen die Kreditwürdigkeit von Staaten und Firmen, sondern die Internetnutzer selbst.
28 Tage
In Porto Alegre beginnt das Weltsozialforum. Die Globalisierungskritiker bereiten sich auf die UN-Umweltkonferenz Rio+20 im Juni vor.
28 Tage
Währungsfonds präsentiert Horrorszenario
Sollte die Eurozonenkrise nicht bald bereinigt werden, droht der Eurozone laut dem IWF jahrelang anhaltendes Minuswachstum
29 Tage
Ein permanenter Rettungsfonds als Nebelkerze
Die Finanztransaktionssteuer kommt wohl auch nicht, doch die Euro-Finanzminister haben den permanenten Rettungsschirm (ESM) abgesegnet
30 Tage
US-Lokalwährungen schießen wie Pilze aus dem Boden
Lokale Währungen schießen in den Vereinigten Staaten jetzt förmlich wie Pilze aus dem Boden, da der US-Dollar an Vertrauen verliert und die Notwendigkeit zur Stimulierung lokaler Wirtschaftsräume immer offensichtlicher wird. Im Jahr 2009 befanden sich rund zwanzig Lokalwährungen in Umlauf – seitdem sind es Dutzende mehr geworden. Ökonomen weisen die Befürworter der Einführung eines neuen Goldstandards jedoch in die Schranken, da das Land in diesem Fall unermesslichen Risiken ausgesetzt sein...
32 Tage
Kluft zwischen Arm und Reich ist für US-Amerikaner zum stärksten Konflikt geworden
Geht der "amerikanische Traum" und damit die kapitalistische Ideologie ihrem Ende entgegen?
35 Tage
Papademos will Schuldenschnitt notfalls erzwingen
Griechenland verhandelt weiter mit Gläubigern über die Bedingungen des Schuldenschnitts. Der Regierungschef Papademos droht: Wenn die Banken nicht einlenken, will er sie zum Forderungsverzicht zwingen.
35 Tage
Größe ist nicht alles! Diese Erkenntnis stammt nicht von alternativen Bauern- oder Umweltverbänden, sondern das Fachblatt Top Agrar titelte so im vergangenen Oktober einen Beitrag über die Zukunftschancen deutscher Höfe.
35 Tage
Auch die Weltbank erwartet eine Rezession in der Euro-Zone
Statt um 1,8% zu wachsen, soll die Wirtschaftsleistung in der Euro-Zone nun sogar um 0,3% schrumpfen
36 Tage
Proteste gegen IWF-Politik in Rumänien
Wie in Ungarn könnte auch in Rumänien die extreme Rechte vom Unmut über der Bevölkerung profitieren
36 Tage
Wie weit wollen wir noch wachsen?
In der Enquetekommission des Bundestags zum Wachstum gibt es Differenzen. Für die einen ist "Wachstum immer auch qualitativ", andere warnen vor Fetischismus.
37 Tage
S&P stuft Euro-Rettungsschirm ab
Nach der Abstufung von neun Euro-Ländern wurde auch der EFSF abgestuft - EZB-Chef Draghi ist für ein Leben ohne Ratings
39 Tage
Schuldenkrise S&P senkt Kreditwürdigkeit von neun Euro-Ländern
Die Rating-Agentur Standard & Poor’s hat wegen der Euro-Krise die Bonität mehrerer Länder herabgestuft. Einige verloren gleich zwei Noten. Die Politik reagiert empört.
40 Tage
Rückschlag für europäisches Ratingprojekt
Auf Initiative der Unternehmensberatung Roland Berger soll eine Ratingagentur in Europa entstehen. Doch das Projekt stockt - Experten zweifeln am Finanzierungsplan.
41 Tage
Neue Staatsanleihen für Italien und Spanien: Frisches Geld zu niedrigen Zinsen
Die von der Schuldenkrise betroffenen Länder Italien und Spanien können sich neues Geld leihen, ohne Mondzinsen zu zahlen. Die Rendite für italienische Anleihen lag bei gerade mal 2,735 Prozent.
41 Tage
Schleichende Entsolidarisierung
"Es reicht nicht mehr für alle" – neue Studie zum Arbeiterbewusstsein
42 Tage
Portugal erlebt "nie dagewesene Rezession"
Die Zentralbank des Landes korrigiert die Konjunkturprognose deutlich nach unten
44 Tage
Auch der IWF zweifelt an Griechenland-Rettungsstrategie
Nachdem das Land nun in die Depression gespart wurde, erwägt man beim Internationalen Währungsfonds neue Eckwerte des Rettungspakets
47 Tage
Starinvestor Soros warnt vor Euro-Katastrophe
Die Zuspitzung der Lage Griechenlands weckt neue Sorgen um die Zukunft des Euro: Der Zwangsausschluss eines Staats könnte der Europäischen Zentralbank zufolge zum Zusammenbruch des Währungsraums führen. Großinvestor George Soros sieht gar das globale Finanzsystem in Gefahr.
49 Tage
Am Neujahrstag hat Barack Obama den National Defense Authorization Act unterschrieben, der die unbefristete Inhaftierung von US-Bürgern ermöglicht. Die Empörung bleibt aus
50 Tage
Deutsche verlieren EZB-Schlüsseljob
Überraschend wird ein Belgier Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank - damit büßt Deutschland zum ersten Mal seit Bestehen des Gremiums diese einflussreiche Position ein. Jörg Asmussen darf sich als Euro-Krisenmanager bewähren.
55 Tage
Negative Zinsen für neue Schulden - Investoren schenken Dänemark Geld
Italien dürfte neidisch nach Dänemark blicken: Investoren haben dem Nicht-Euro-Mitglied frisches Geld geliehen - und wollen nur einen Teil zurück. Selbst für das als sicherer Schuldner geltende Land war eine solche Anleiheauktion einzigartig: Der Zins war negativ.
57 Tage
China und Japan schmieden Devisenpakt
Die beiden asiatischen Länder wollen ihre Währungen Renminbi und Yen ohne Umweg über den Dollar handeln. Für die Währungsräume von Dollar und Euro ist das ein harter Schlag.
63 Tage
Die deutsche Wirtschaft wächst - doch die Armut, die das Land zerreißt, bleibt. So die Kernaussage einer neuen Studie, die auch belegt, dass in manchen Städten im Ruhrgebiet die Not größer ist als in ostdeutschen Ländern. Ein bundesweiter Vergleich zeigt die sozialen Brennpunkte der Republik.
63 Tage
Banken saugen Gratis-Milliarden der EZB gierig auf
Fast 500 Mrd. Euro leihen sich die Institute für drei Jahre zu Niedrigzinsen. Doch die Euphorie verpufft. Denn die Frage bleibt: Wie schlimm ist es um die Geldhäuser bestellt, wenn sie so viel Bares brauchen?
70 Tage
Europas Banken verjagen US-Kunden
Deutschen Banken werden die bürokratischen Auflagen von US-Finanzbehörden zu bunt, denn verschärfte Meldepflichten ziehen hohe Kosten nach sich. Daher kündigten führende Geldinstitute Tausenden US-Depotinhabern.
71 Tage
Lega Nord will eigene Padanien-Währung statt Euro
Die rechtspopulistische Partei Lega Nord, die nach dem Sturz der Regierung Berlusconi vor einem Monat in die Opposition gegangen ist, träumt vom norditalienischen Separatstaat Padanien mit eigener Währung, sollte der Euro zugrunde gehen. “Wenn der Euro zusammenbricht, wird Padanien seine eigene Währung einführen, wir werden bestimmt nicht zur alten Lira zurückkehren”, sagte Lega-Chef Umberto Bossi nach Angaben italienischer Medien vom Dienstag.
72 Tage
Trotz Gipfelbeschlüssen: Moody's bekräftigt Warnung - Märkte nervös
Die Beschlüsse des EU-Gipfels zur Bekämpfung der Schuldenkrise haben die Märkte noch nicht beruhigt. Neue Nervosität ...
75 Tage
Der Krisengipfel soll den Weg bereiten für eine Rückkehr zur Haushaltsdisziplin. Einig sind sich 23 von 27 EU-Staaten über die Grundzüge einer Fiskalunion. Nicht an Bord sind die Briten, die nur lapidar kommentieren: "Alles Gute."
76 Tage
Italienische Anarchisten bekennen sich zu Anschlag auf Ackermann
Ihr Schreiben lag dem Umschlag mit der Briefbombe bei: Italienische Anarchisten haben sich zu dem vereitelten Anschlag auf Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann bekannt. Die Gruppe soll bereits 2003 eine Attacke auf die EZB verübt haben. Die Polizei rechnet mit weiteren Sprengstoffbriefen.
76 Tage
Draghi: «Ich will, dass am Gipfel etwas passiert»
Der EZB-Präsident wehrt sich nicht nur gegen eine Nothilfe von der Zentralbank – er sieht auch den Einsatz über den IWF kritisch.
77 Tage
Vor Krisengipfel: Aufstand der Euro-Nörgler
Die Briten stellen Bedingungen, Tschechien warnt vor Volksabstimmungen, die EU sucht nach Alternativen. Kurz vor dem Brüsseler Krisengipfel formiert sich Widerstand gegen den deutsch-französischen Plan für Vertragsänderungen. Berlin antwortet gereizt.
78 Tage
Rating-Agentur attackiert Euro-Rettungsfonds
Die Euro-Retter müssen den nächsten Schlag hinnehmen: Die Rating-Agentur Standard & Poor's droht, die Bonität des Rettungsfonds EFSF um ein oder zwei Stufen zu senken. In diesem Fall könnte die Krisenstrategie der Europäer ernsthaft gefährdet sein.
78 Tage
Die Kluft zwischen Arm und Reich hat in den Industrieländern den höchsten Stand seit über drei Jahrzehnten erreicht. Auch in Deutschland nimmt die Ungleichheit zu. Zu diesem Ergebnis kommt eine OECD-Studie.
79 Tage
S&P warnt Deutschland und andere Euro-Staaten vor "AAA"-Verlust
Seit Monaten schlagen sämtliche Versuche fehl, die Euro-Zone zu sichern. Wichtiger Grund für die Turbulenzen sind die Streitereien in der Politik. Die Ratingagentur nimmt das zum Anlass, den Ländern der Währungsunion mit Herabstufung zu drohen.
80 Tage
Angst der Deutschen vor Inflation deutlich gestiegen
Die Angst der Deutschen vor der Inflation ist signifikant gestiegen: Ein Drittel der Deutschen fürchtet sich vor der Geldentwertung. Jeder zweite merkt die Inflation heute schon deutlich beim Einkaufen.
81 Tage
Unsichtbarer Aderlass bedroht Europas Banken
Nicht nur in Griechenland, auch andernorts hat ein unsichtbarer "Bank Run" eingesetzt: Die Kunden sind verunsichert, ziehen gewaltige Summen aus südeuropäischen Banken ab - und parken das Kapital in Skandinavien. Geldhäuser und Staaten stecken in einem Teufelskreis.
82 Tage
Bericht: Schulden der USA erstmals höher als Wirtschaftsleistung; erneut droht Staatsbankrott
Die Schulden der USA liegen, offenbar erstmals in der Geschichte des Landes, über der gesamten Wirtschaftsleistung.
82 Tage
Die Spaltung der Gesellschaft vertieft sich
Nach neuen Berechnungen geht die Nettolohnquote gegenüber Gewinn- und Vermögenseinkommen weiter zurück
82 Tage
Großbritannien droht größter Streik seit 85 Jahren
Geschlossene Schulen, Krankenhäuser, Müllchaos: Der öffentliche Dienst in Großbritannien plant den größten Streik seit 1926. Die Bevölkerung hat Verständnis, denn den Staatsdienern drohen massive Kürzungen.
83 Tage
Landesbank Berlin schockt die Sparkassen
Vor vier Jahren haben die Sparkassen die sanierte Landesbank Berlin gekauft - 5,5 Milliarden Euro. Die Euro-Krise hat die Bank nun voll getroffen. Die Sparkassen müssen 850 Millionen Euro abschreiben.
84 Tage
Europa gibt sich zehn Tage Zeit für seine Brandmauer
Trotz aller Bemühungen ist kein Ende der Staatsschuldenkrise in Sicht. Die Märkte treiben die Politik vor sich her, Europa streitet über etliche Eckpfeiler der Euro-Rettung. Währungskommissar Olli Rehn fordert eine schlüssige Antwort binnen zwei Wochen.
84 Tage
Unternehmen wappnen sich gegen Euro-Untergang
Trotz aller Beschwichtigungsversuche der Politik erwarten Firmen das Schlimmste - den Zerfall der Währungsunion. Er hätte dramatische Folgen für den Handel und das Schuldenmanagement der Unternehmen.
84 Tage
Nun soll der IWF mit EU-Geldern den Euro retten
Auch der gehebelte Rettungsfonds (EFSF) wird nicht reichen, um das abstürzende Griechenland aufzufangen
91 Tage
Mit Eurobonds und mehr Disziplin aus der Krise
Die Bundesregierung bleibt bei ihrem Nein - doch EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso beharrt auf der Einführung von Eurobonds, also gemeinsamen Staatsanleihen der Eurostaaten. Nun stellte er ein Papier der EU-Kommission vor, das drei Varianten von Eurobonds vorschlägt, die als "Stabilitätsanleihen" bezeichnet werden: In einer "großen Lösung" würden alle nationalen Anleihen der Euroländer durch Gemeinschaftsanleihen ersetzt. Die Eurostaaten würden gemeinsam haften. Bei Option Nummer Zwei...
91 Tage
EZB mit einer Bilanzsumme von 2,393 Billionen Euro
Gestern veröffentlichte die EZB ihren konsolidierten Ausweis des Eurosystems zum 18. November 2011. Nicht wirklich überraschend wuchs die Bilanzsumme nicht nur weiter, sondern die Dynamik erhöhte sich. Die Total Assets der EZB stiegen auf 2,393350 Billionen Euro, ein Anstieg zur Vorwoche von +49,803 Mrd. Euro. Dieser Anstieg dokumentiert vor allem den weiter zunehmenden Stress im europäischen Bankensystem.
91 Tage
Deutschland verpatzt Anleihenverkauf
Deutschland gilt in der Euro-Zone als Hort der Stabilität - doch jetzt wird das wachsende Misstrauen von Investoren auch für die Bundesrepublik zum Problem: Bei einer Auktion von Bundesanleihen konnten nur zwei Drittel der Papiere abgesetzt werden. Analysten sprechen von einem Desaster.
94 Tage
Goldman Sachs rät Angela Merkel zum Gelddrucken
Goldman erwartet keine Inflation, wenn die EZB unbegrenzt Geld druckt. Die Begründung der Investmentbank: Das Geld komme ja niemals bei der realen Wirtschaft an, sondern geht direkt an die Banken, die seit Jahren mit Schrottpapieren spekulieren. Solange der eiserne Sparkurs eingehalten werde und die Wirtschaft nicht wachse, bestünden keine Einwände von Goldman.
96 Tage
Euro-Zentralbank lehnt Feuerwehrrolle ab
Soll die Europäische Zentralbank noch mehr Staatsanleihen aus Krisenländern kaufen? Politiker und Ökonomen plädieren dafür - auch wenn dies dem Drucken von Geld gleichkäme. Nun spricht sich der oberste Währungshüter Mario Draghi klar dagegen aus: Er werde nichts tun, was die Inflation anheizt.
98 Tage
EU-Kommissionspräsident spricht von "systemischer Krise": Barroso läutet die Alarmglocken
Die Kurse französischer, österreichischer, niederländischer und finnischer Anleihen ziehen wieder an. Doch von Entspannung kann keine Rede sehen. Nachdem erstmals auch die Papiere starker AAA-Euroländer unter Druck gerieten, sind Politik und Märkte alarmiert - und ratlos.
99 Tage
Europa will Rating-Riesen an die Kette nehmen
Die Urteile der Rating-Agenturen sorgen regelmäßig für Kurskapriolen - zuletzt verursachte ein Fehler bei der Bewertung Frankreichs eine wahre Anlegerpanik. Jetzt plant die EU-Kommission drastische Schritte: Sie will den Bonitätswächtern notfalls verbieten, ihre Bewertungen von Ländern zu veröffentlichen.
104 Tage
EZB hat bereits 970 Milliarden Euro in die Euro-Rettung gesteckt
Die EZB hat nach Berechnungen von JP Morgan bereist 970 Milliarden Euro zur Bekämpfung der Eurokrise eingesetzt. Entgegen allen Beteuerungen hat bereits eine dramatische Erhöhung der Geldmenge stattgefunden. Der Beitrag des IWF ist dagegen überschaubar.
105 Tage
Sinkende Reallöhne: Deutsche können sich immer weniger leisten
Die Firmen knausern, die Deutschen verlieren an Kaufkraft: Laut einer Studie ist das durchschnittliche Monatseinkommen im vergangenen Jahrzehnt real um 93 Euro geschrumpft. Der Trend hält an - und das liegt nicht nur am Billiglohn-Boom.
107 Tage
EZB kauft unter Draghi deutlich mehr Staatsanleihen
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in der ersten Woche unter ihrem neuen Präsidenten Mario Draghi deutlich mehr Staatsanleihen von Krisenländern gekauft. Sie habe Papiere im Wert von 9,5 Milliarden Euro am Sekundärmarkt erworben, teilte die EZB mit. In der Woche zuvor waren es rund vier Milliarden Euro gewesen. Seit Mai 2010 hat die Zentralbank damit Bonds im Gesamtwert von 183 Milliarden Euro aufgekauft.
107 Tage
Spaniens Banken brauchen mehr als 30 Milliarden Euro. Der Staat wird die Lücke kaum schließen können, am Ende wird der Rettungsschirm einspringen.
110 Tage
Eurozone bereitet sich auf Notfall Italien vor
Die Maßnahmen, die Silvio Berlusconi zur Bekämpfung der Verschuldung angekündigt hat, sollen von EU-Kommission und IWF unter die Lupe genommen werden
110 Tage
Yes, we Cannes: Athen überschattet auch zweiten G20-Tag
In Südfrankreich arbeiten die G20 an einer schärferen Finanzmarktregulierung, doch Griechenland dominiert weiter.
110 Tage
Britischer Sparkurs droht zu scheitern
Kritiker von Premier David Cameron hatten es schon befürchtet: Die von ihm beschlossenen Einschnitte drohen die Konjunktur im Vereinigten Königreich abzuwürgen. Experten fordern eine Kursänderung.
110 Tage
Italien begibt sich unter IWF-Kontrolle
Mit leeren Händen ist Ministerpräsident Berlusconi zum G20-Gipfel nach Cannes gereist. Um den Unmut zu besänftigen, will er seine Reformen vom IWF begutachten lassen. Bislang besteht sein Programm aber nur aus Ankündigungen.
111 Tage
Auftrieb für «Occupy»: US-Konzerne kassieren Milliarden
Trotz schwarzer Zahlen bezahlten viele der grössten Unternehmen Amerikas in den letzten Jahren keine Steuern. Im Gegenteil: Sie erhielten noch Geld vom Staat.
111 Tage
In Oakland in Kalifornien haben Demonstranten einen wichtigen US-Handelshafen lahmgelegt. Sie protestieren gegen die Finanzwirtschaft und das brutales Vorgehen der Polizei. Die Stimmung hatte sich aufgeheizt, nachdem vor einer Woche ein Aktivist der "Occupy Wall Street"-Bewegung, Scott Olsen (24), schwer verletzt worden war. Olsen ist Irak-Veteran.
111 Tage
G-20-Gipfel: Obama blockiert Sondersteuer für Finanzkonzerne
Das große Ziel der Europäer ist vorerst gescheitert - eine weltweite Abgabe für Finanzkonzerne wird es wohl nicht geben. Auf dem G-20-Gipfel ist die Transaktionssteuer vom Tisch, offenbar auf Druck der Amerikaner. Grundsätzlich sollen sich die Banken aber an den Krisenkosten beteiligen.
111 Tage
In seiner ersten Ratssitzung als neuer EZB-Präsident sorgt Mario Draghi für eine Überraschung: Die EZB senkt die Leitzinsen für die Euro-Zone auf 1,25 Prozent. Damit reagiert die EZB auf die sich eintrübenden Konjunktur. Doch Draghis Entscheidung könnte auch die Inflation weiter befeuern.
111 Tage
EU-Krisentreffen: Zehntausende protestieren in Cannes
Zum Treffen der G20 verwandelt sich Cannes in eine Festung. Die französische Küstenstadt ist abgeriegelt. Der Flughafen bleibt während des Gipfels komplett geschlossen.
111 Tage
Griechenland: Das Referendum ist vom Tisch
Griechenlands Ministerpräsident Papandreou sagt die umstrittenen Pläne für ein Referendum ab. Die Absage sei die Voraussetzung für Gespräche mit der oppositionellen Nea Dimokratia zur Bildung einer Übergangsregierung.
111 Tage
EZB versorgt Banken mit 56,9 Milliarden Euro
Es ist ein Instrument aus den Zeiten der ersten Finanzkrise: Die Europäische Zentralbank verleiht Geld an 181 Finanzinstitute, damit diese flüssig bleiben, wenn es in Griechenland zur Staatspleite kommen sollte.
112 Tage
Griechenland-Krise: Berlin und Paris drängen auf schnellen Volksentscheid
Nach dem ersten Schock über das geplante Referendum in Griechenland drücken Deutschland und Frankreich nun aufs Tempo. Der Volksentscheid solle möglichst noch in diesem Jahr stattfinden, erklärten Regierungsvertreter beider Länder kurz vor dem Krisengipfel in Cannes
112 Tage
Referendum: Niederlande stellen Griechen-Hilfe infrage
Anders als sein deutscher Kollege Schäuble übt Jan Kees de Jager scharfe Kritik an den Athener Referendumsplänen. Die niederländische Regierung gibt offen zu, Ministerpräsident Papandreou von seinem Vorhaben abbringen zu wollen.
113 Tage
Paris und Rom zittern vor Griechen-Referendum
Für Frankreich und Italien steht beim geplanten Volksentscheid in Griechenland besonders viel auf dem Spiel. In beiden Hauptstädten herrscht Nervosität. Auch die Märkte bibbern.
113 Tage
Finanzministerium weist Vorwürfe zur HRE-Panne zurück
Das Ministerium behauptet, erst seit Oktober von der Fehlbuchung der HRE zu wissen - trotz eines Schreibens, nach dem die Panne seit September bekannt sei.
117 Tage
Bad Bank verrechnet sich um 55,5 Milliarden Euro
Falsche Doppelbuchungen haben dazu geführt, dass die Bad Bank der HRE von zu hohen Schulden ausging. Die Korrektur beschert dem Bundeshaushalt eine deutlich bessere Bilanz.
117 Tage
Bundestag: Verfassungsgericht stoppt Sondergremium zu EFSF-Kontrolle
Der Bundestag darf Entscheidungen über Euro-Hilfen vorerst nicht an ein Sondergremium delegieren. Das Verfassungsgericht bestätigte Zweifel einzelner Abgeordneter.
118 Tage
Der EU droht die Spaltung: Die Euro-Länder lassen Europa zurück
Es ist noch nicht lange her, da formulierten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy in Paris die Idee einer gemeinsamen Wirtschaftsregierung in der Euro-Zone. Ziel: bessere Zusammenarbeit, engere Abstimmung und dadurch letztendlich auch mehr Kontrolle der Wirtschafts- und Finanzpolitik. Es soll nicht noch einmal passieren, dass ein Euro-Land geschönte Zahlen vorlegt, wie im Fall Griechenland.
119 Tage
Der Insiderskandal an der Wall Street ist nun bei der wahren Machtelite angelangt: Jetzt trifft es Ex-Goldman-Sachs-Manager Rajat K. Gupta.
119 Tage
Bundestag stimmt für stärkeren Rettungsschirm
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kann mit breiter Rückendeckung des Parlaments zum entscheidenden Krisengipfel der Euro-Länder nach Brüssel reisen. Der Bundestag billigte in Berlin mit großer Mehrheit von 503 der 596 abgegebenen Stimmen ein Mandat für die Kanzlerin, mit der sie über die Stärkung des Euro-Rettungsfonds EFSF verhandeln kann. 89 Parlamentarier votierten mit Nein, vier enthielten sich.
120 Tage
Schuldenkrise: Berlusconi-Regierung droht der Kollaps
Eine Sondersitzung zur Schuldenkrise endete ergebnislos, nun wackelt die Regierung von Italiens Ministerpräsident Berlusconi: Sein Koalitionspartner Lega Nord verweigert die Zustimmung zu einer Rentenreform - und spricht offen von möglichen Neuwahlen.
120 Tage
Staatszocker kämpfen gegen das Pleitevirus
Hebel, Zweckgesellschaft, Kreditversicherung - nach der letzten Krise wollte die Politik solche Finanz-Alchemie eigentlich verbannen. Nun ist sie selbst darauf angewiesen: Zwei umstrittene Modelle sollen die Schlagkraft des Euro-Rettungsfonds erhöhen. Das kann klappen, ist aber gefährlich.
120 Tage
Wirtschaftsverband ruft zum Widerstand gegen Euro-Schirm auf
Der Präsident des Verbandes „Die Familienunternehmer“, Lutz Goebel, hat die Bundestagsabgeordneten aufgefordert, der Kanzlerin Angela Merkel (CDU) das Mandat für einen schlagkräftigeren Rettungsschirm EFSF zu verweigern.
127 Tage
Top-Rating in Gefahr Spekulanten wetten gegen Frankreich
Frankreich droht der Verlust seines Top-Ratings - und die Märkte reagieren sofort: Das Land muss für seine Schulden so hohe Zinsen zahlen wie seit Jahren nicht mehr, die entsprechenden Risikoaufschläge klettern auf einen Rekordwert.
127 Tage
US-Studenten haben eine Billion Dollar Schulden
Platzt nach der Immobilien- die nächste Schuldenblase in den USA? Experten befürchten, dass dieses Mal die exorbitanten Studiengebühren in den USA Schuld sein könnten. Immer mehr Uni-Absolventen finden keinen Job.
133 Tage
Slowakische Parteien einigen sich auf Zustimmung zum EFSF
Die wichtigste Oppositionspartei im slowakischen Parlament will dem Euro-Rettungsfonds zustimmen. Damit wäre der EFSF in allen EU-Staaten ratifiziert.
133 Tage
Privatbanken rebellieren beim Schuldenerlass
Die deutschen Privatbanken wollen Griechenland nicht mehr als die vereinbarten 21 Prozent Schulden erlassen. Bei der Umschuldung Griechenlands stellen sie damit der Regierung große Steine in den Weg.
133 Tage
Tausende Amerikaner besetzen gewaltfrei die Wall Street -- das Zentrum globaler Finanzmacht und Korruption. Die Besetzer sind der neueste Lichtblick einer Bewegung für soziale Gerechtigkeit, die sich wie ein Lauffeuer von Madrid nach Jerusalem und in mehr als 146 weitere Städte ausbreitet. Aber sie brauchen unsere Hilfe, um zu gewinnen.
135 Tage
Dexia wird zerschlagen und teilverstaatlicht: Teure Rettung mit Nebenwirkungen
Belgien, der Staat ohne Regierung, stützt die Großbank Dexia und bringt sich selbst in Gefahr. Sollte Belgiens Bonität herabgesetzt werden, würde das die Krise noch verschärfen.
135 Tage
EZB-Forderung: Euro-Rettungsschirm soll Staatsanleihen direkt kaufen
Zentralbank-Vizechef Constancio dringt auf einen effizienteren Einsatz de EFSF. Der Schirm soll die Finanzierungsprobleme hoch verschuldeter Länder an der Wurzel packen - und dabie zu Mitteln greifen, die der EZB verboten sind.
137 Tage
New York City Police Foundation — New York
Beginning in 2010, JPMorgan Chase donated technology, time and resources valued at $4.6 million to the New York City Police Foundation, including 1,000 new patrol car laptops. The gift was the largest in the history of the foundation and will enable the New York City Police Department to strengthen security in the Big Apple.
139 Tage
Regionalwährung: Der Blaufranc kommt als Geld ins Burgenland
Das regionale Zahlungsmittel soll mit einer Burgenland-Tour durchstarten. Auf den Scheinen finden sich Liszt, Haydn, Esterházy und Co

